Sinne der Katze
Als Schleichjäger ist die Katze auf besonders scharfe Sinne angewiesen. Im Vergleich zum Menschen ist ihre Sehkraft jedoch nur bei Dunkelheit besser. Ihre Netzhaut verfügt über eine besondere Zellschicht, dass so genannte Tapetum lucidum. Es ermöglicht der Katze das scharfe Sehen in der Nacht. Es wirkt wie eine Art Restlichtverstärker, in dem es das von den Zapfen und Stäbchen der Netzhaut nicht absorbierte Licht, ein zweites mal auf die Sehzellen reflektiert. Die leuchtenden Katzenaugen in der Nacht sind auf diesen Effekt zurück zu führen. Studien haben ergeben, dass die Katze die Farbe Rot nicht erkennen kann. Die Farbe Blau wirkt auf Katzen besonders anziehend.
Das Gehör unserer Stubentiger ist eines der besten unter allen Säugetieren. Es ist deutlich leistungsfähiger als das menschliche Gehör und vermag auch Frequenzen im Ultraschallbereich wahr zu nehmen. In dieser Frequenz kommunizieren sowohl Mäuse als auch Katzenmütter mit ihren Jungen. Ein Katzenohr besteht aus 30 verschiedenen Muskeln und kann zielgenau ausgerichtet werden. Geräusche können so mit einer Abweichung von nur 5 Grad exakt lokalisiert werden.
Die Stubentiger verfügen über einen besseren Geruchssinn als der Mensch, mit dem sie wichtige Duftbotschaften ihrer Artgenossen aufnehmen können. Ihr Körpergeruch gibt anderen Katzen Aufschluss über das Geschlecht, den Hormonstatus, die Gene und natürlich über die jeweiligen Reviergrenzen. Die Katze besitzt über den ganzen Körper verteilte Tastrezeptoren, mit denen Sie beispielsweise durch Mäuse ausgelöste Bodenerschütterungen wahrnehmen kann.
Die Schnurrhaare dienen der Orientierung im Dunkeln. Sie beschreiben den maximalen Körperumfang. Wo die Katze mit ihren Schnurrhaaren nicht anstößt, wird sie auch mit ihrem Körper hindurch passen.
Katzen können Süßes nicht schmecken, aber salzig, sauer und bitter voneinander unterscheiden.