Körperbau von Katzen
Das Skelett der Hauskatze wird aus mehr als 230 Knochen gebildet. Ihr Körperbau ist optimal an ihre ursprüngliche Lebensweise als fleischfressendes Raubtier angepasst. Als Schleichjägerin muss sie ihre Beute nicht über weite Strecken hetzen, deshalb sind ihre muskulösen Hinterbeine vor allem auf Sprungkraft und weniger auf ausdauerndes Laufen ausgelegt. Beim Laufen haben nur die Zehen der Katze Bodenkontakt, weshalb ihr Gang besonders elegant wirkt. An den Vorderpfoten hat sie 5 und an den hinteren Pfoten je 4 Zehen. Zwischen den Zehen liegen die Krallen in Hauttaschen verborgen. Sie werden durch flexible Bänder gehalten und können bei Bedarf zum Greifen, Klettern und zur Verteidigung ausgefahren werden. Die Katze verfügt über eine Raubtier typische kräftige Kiefermuskulatur. Das Gebiss besteht aus 30 Zähnen, darunter auch äußerst scharfe Reißzähne zur Zerkleinerung von Knochen und Fleisch. Ähnlich wie beim Menschen erscheinen die bleibenden Zähne erst nach dem Milchzahngebiss.
Die parallel und frontal nach vorne ausgerichteten Augen erlauben der Katze das räumliche Sehen. Der kurzschädelige Kopf ist besonders robust gebaut. Die überragende Beweglichkeit der Stubentiger ist in der großen Anzahl ihrer Wirbelknochen begründet. Neben den 27 Wirbelkörpern der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule und den 3 Wirbeln des Kreuzbeins, besteht der extrem biegsame Schwanz aus bis zu 23 Schwanzwirbeln. Die Hauskatze erreicht im Schnitt ein Körpergewicht von 4 Kilogramm und eine Körperlänge von ca. 50 cm. Diese Durchschnittswerte schwanken von Rasse zu Rasse.