Kategorien
- Keine Kategorien
Suchen
Die zielgerichtete Zucht einzelner Katzenrassen begann etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien, wo sich 1910 der erste Zuchtverband gründete. Seit dieser Zeit sind international mehr als 60 Katzenrassen entstanden. Zu den bekanntesten Rassen zählen sicher die Perser-, Siam- und Main Coon Katzen.
Die meisten der heutigen Rassekatzen wurden aus der gewöhnlichen europäischen Hauskatze gezüchtet. Diese wird auch als europäische Kurzhaarkatze bezeichnet (EKH). In Einzelfällen haben sich die Züchter spontan auftretende Gen-Mutationen zu Nutze gemacht und diese besondere Laune der Natur systematisch weiter gezüchtet. Die Manx-Katze ist durch eine genetische Mutation entstanden und besitzt keinen Schwanz. Damit ist sie ein absolutes Unikum in der Katzenwelt.
Um die genetische Variationen zu fördern haben Züchter immer wieder Wildkatzen mit Hauskatzen gekreuzt. Daraus entstanden beispielsweise die Bengal- und Savannahkatze, die in ihrer Fellmusterung an afrikanische Großkatzen erinnern. Insgesamt hat die Katzenzucht weniger starke Variationen hervor gebracht als die Hundezucht. Besonders die Abweichung in puncto Körpergröße ist weniger groß.
Doch auch bei einigen Katzenrassen ist die Zucht über das gesunde Maß hinaus geschossen. Haarlosigkeit, Schwanzlosigkeit oder gekräuselte Ohren, sind Rassemerkmale die auf Kosten der Gesundheit der Tiere gehen können. Begeisterte Halter von Rassekatzen haben sich zu Zuchtverbänden zusammen geschlossen und veranstalten regelmäßige Rassekatzen-Ausstellungen, bei denen die schönsten Exemplare ihrer Art gekürt werden. Nach festgelegten Standards werden die Bewertungen Gut, Sehr gut oder vorzüglich vergeben.
Eine mit “Vorzüglich” ausgezeichnete Rassekatze kann sich für den Titel “Champion” bewerben und wird ohne Einschränkung zur Zucht zugelassen.