Katzen
Seit fast 10.000 Jahren leben Katzen in unmittelbarer Umgebung des Menschen. Die alten Ägypter verehrten die heimische Falbkatze (Felis sylvestris lybica) als heiliges Tier, weil sie ihre großen Kornspeicher vor den gefräßigen Mäusen und Ratten schützte. Im Laufe der Zeit wurde die wilde Falbkatze von den Ägyptern zu einem Haustier domestiziert. Die Griechen und Römer brachten die Katze von Nordafrika nach Europa, wo sie gleichfalls als geschickte Mäusejägerin geschätzt wurde. Dort bildete sie je nach Region verschiedene Typen und Schläge aus. Eine Katze die nicht eindeutig den ca. 60 verschiedenen Rassekatzen zugeordnet werde kann, wird schlicht als Hauskatze bezeichnet.
Heutzutage ist die Katze das beliebteste Haustier der Deutschen und hat die Hunde knapp von der Spitzenposition verdrängt. Außer in ländlichen Regionen, spielt der Jagdinstinkt bei der Anschaffung einer Katze keine Rolle mehr. Die Stubentiger werden vielmehr als ständige Lebensbegleiter angesehen und gelten zum Teil schon als vollwertige Familienmitglieder. Mit ihrer sanften aber bestimmten Art, haben sie sich einen festen Platz in unserem Herzen erobert. Sie werden gestreichelt, bemuttert und nach allen Regeln der Kunst verwöhnt. Ein entspannt schnurrender Stubentiger verbreitet eine angenehme Atmosphäre, der wir uns nicht entziehe können.
Bei Lichte betrachtet, ist es manchmal nicht ganz eindeutig, wer hier wen domestiziert hat. Böse Zungen behaupten standhaft, dass es eher die Katzen sind, die das Sagen haben, denn im Gegensatz zu Hunden, haben Katzen sich immer ihre Eigenständigkeit bewahrt und dulden die Menschen nur freundlicherweise in ihrer Nähe. Nicht zuletzt weil sich ein Mensch ja durchaus als sehr nützlich erweisen kann…
Die Anschaffung einer Katze wird schnell zu einer Lebensaufgabe, schließlich erreicht eine Wohnungskatze eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren. In Einzelfällen hat man sogar 20 bis 25 Jahre Freude mit den Samtpfoten.